Sprachführer aus Bielefeld

Von wegen Kauderwelsch

Für die einen ist es die einfachste Sache der Welt, für andere eine Wissenschaft für sich: das Kofferpacken. Doch ob spontan gepackt oder von langer Hand geplant – jeder Vierte in Deutschland hat seinen Koffer im letzten Jahr zweimal reisefein gemacht. Und jeder Zehnte holte ihn sogar mehr als dreimal aus dem Schrank, um neue Ziele anzusteuern. Die liegen zwar mehrheitlich zwischen Nord- und Ostsee und Alpen, aber viele zieht es auch in die Ferne.

Auf Platz eins liegt Spanien, dicht gefolgt von Italien, während bei den Fernreisezielen Nordamerika, Nordafrika, die Karibik und Asien die Nase ganz weit vorn haben. Das Motto „Mit Englisch kommt man immer durch!” gilt dabei nur bedingt. Denn wer die Hochburgen deutscher Urlauber verlässt und weiter ins unbekannte Landesinnere vordringt, merkt ziemlich schnell, dass einige grundlegende Fremdsprachen-Kenntnisse durchaus nützlich sind. Auf Verständigung verzichten, muss heute aber keiner mehr. Zumindest diejenigen nicht, die einen Sprachführer aus Bielefeld an ihrer Seite haben. Mit den Kauderwelsch Sprachführer aus dem Reise Know-How Verlag wird die Kommunikation zum Kinderspiel – ohne sich in einem unverständlichen Sprachgemisch zu verlieren. Mit „Indonesisch Wort für Wort“, die erste Auflage erschien 1983, nahm alles seinen Anfang. Längst ist die Reihe auf 248 Bände angewachsen. Der Jüngste: Germana – cuvânt cu cuvânt. Er erblickte 2016 das Licht der Welt in Bielefeld. Und sorgt wie die anderen Bände der Kauderwelsch-Reihe dafür, dass sich jeder schnell zurechtfinden kann.

Eine hörbare Ergänzung zum Lesevergnügen bietet übrigens eine QR-Reader-App auf dem Smartphone. Sätze und Redewendungen aus den wichtigsten Kapiteln des Buches gibt es – zwar noch nicht für alle – direkt aufs Ohr. So steht dem Ziel, Menschen kennenlernen und auf eigenen Faust unterwegs sein nichts mehr entgegen. Einfach klarkommen, ohne gründlich missverstanden zu werden, macht das Ankommen in einem fremden Land unbedingt leichter. Manchmal ändert allein das Verstehen schon alles. Denn wer eine fremde Sprache auch nur ansatzweise beherrscht, kann sich damit Türen und Herzen öffnen, wahre Gastfreundschaft erleben und Menschen kennenlernen, die stolz sind auf ihr Land und alles Erdenkliche tun, um zu zeigen, dass sie es zu Recht sind.

Die Bielefelder Verlagsgruppe, die zu einer der führenden unabhängigen Reisebuchverlage im deutschsprachigen Raum zählt, steht seit 1985 für Reiseführer, die sich an den Bedürfnissen von selbstorganisierten Reisenden orientiert. Mit Wanderführern und Wohnmobil-Tourguides nimmt das Unternehmen zudem spezielle Zielgruppen ins Visier und konzentriert sich mit seiner Reihe KulturSchock ganz auf die Hintergründe und Kultur eines Landes. Sie helfen sich im Alltag der Länder zurechtzufinden, Vorurteile abzubauen und „Fettnäpfchen“ zu umgehen. Und tragen auf ihre Weise dazu bei, dass reiselustige Deutsche als gern gesehene Gäste wahrgenommen werden.

Doch wie gesagt, bevor es losgeht, muss der Pass verlängert, die Katze untergebracht, der Reiseführer gekauft und der Koffer gepackt werden. So, dass Letzterer alles Nötige enthält und trotzdem nicht aus allen Nähten platzt.




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