Partner des Monats: Hanfwolf GmbH & Co. KG

Starke Seilschaften

Gutenberg druckte 1455 seine erste Bibel auf Hanf. Kolumbus schipperte dank Hanf – verarbeitet als Segeltuch und Tauwerk – gen Amerika. Die ersten Entwürfe der amerikanischen Verfassung sowie die 1776 unterzeichnete amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurden auf Hanfpapier geschrieben und selbst die erste von Levi Strauss produzierte Jeans bestand aus Hanf. Auch in Bielefeld hat die wertvolle Kulturpflanze Geschichte geschrieben. Im Namen der Hanfwolf GmbH & Co. KG spiegelt sich dieses Erbe wider. Heute wie gestern geht es im Unternehmen um Seilsysteme, die früher traditionell aus Hanf gefertigt wurden.

Fest im Griff

Vom Tauwerk aus Hanf bis zum Hightech-Stahlseil. Noch immer entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit seinen Kunden Seilsysteme für die unterschiedlichsten Anwendungen. Von der leichten Knotenkette zum Abhängen von Lichtbändern über rostfreie Ankerketten für eine Hochseeyacht bis zur schweren Anschlagkette der höchsten Leistungsklasse reicht das Spektrum zum Beispiel im Bereich Ketten. Zum traditionellen Geschäftsfeld „Seile und Hebetechnik“ gehören aber auch Anschlagseile. Während die Hebebänder des Unternehmens große Gewichte sicher tragen und transportieren – auch bei Schwerlasten und scharfen Kanten –, sorgen die Anschlagseile für eine sichere Verbindung zwischen dem Tragmittel und der Last. Also beispielsweise zwischen Kran und einem Stahlträger.

Hanfwolf Zurrgurt mit Ratsche

Geht es allerdings darum, Ladungen zu sichern, heißt die Anwort aus dem Hause Hanfwolf: Hawolen. Die Zurrgurte aus hochfesten Polyesterfasern dienen der Ladungssicherung auf öffentlichen Verkehrswegen oder im Betrieb. Sicher ist: Immer spannt sich der Gurt fest um die Ladung. Egal, ob Baumstämme oder Baumaterial von A nach B bewegt werden müssen. Dank einer sogenannten Ergo-Langhebel-Zugratsche – ebenfalls eine Lösung des Bielefelder Unternehmens – erhalten die Gurte ihre Spannung und ihren Halt.

Sicher verpackt

Was als Firma für Hanfseile begann, ist heute ein europa- und weltweit aktives Unternehmen. Im Laufe seiner über 125-jährigen Geschichte hat sich das Bielefelder Unternehmen nicht nur zum Spezialisten rund um Seile und Hebetechnik entwickelt. Das Produktspektrum ergänzen mittlerweile die Geschäftsfelder Folien und Verpackung. Wer eine Paletten mit Ziegelsteinen, Bücher, Getränkeflaschen, Dosen und Pizzen oder Möbelelemente abdecken, einschrumpfen oder einstretchen möchte, findet bei Hanfwolf nicht nur Folien für alle Anwendungsbereiche. Auch für die professionelle Pappverpackung halten die Bielefelder alles bereit. Neben Bielefeld ist Hanfwolf – 1887 als Familienunternehmen gegründet und damit eine der traditionsreichsten Firmen der Stadt – heute an elf Standorten präsent. Von Kassel, Hannover, Merseburg bis Salzburg sowie mit Standorten in London, Bristol, Dublin, Belfast, Wexford und Plymouth. Und baut auf die Partnerschaft zur WEGE.

Hanfwolf ist Partner der WEGE, weil die Verknüpfung von Stadt und Wirtschaft sehr wichtig ist und der Aufbau eines Netzwerkes für alle Vorteile bietet.

Hans-Dieter Sonntag, Geschäftsführer

Darüber hinaus schätzt Hanfwolf die starke wirtschaftliche Region. „Aus diesem Grund sind wir auch vor 125 Jahren nach Bielefeld gekommen“, macht er deutlich.

Auch der neue Standort des Logistikzentrums auf dem 11.000 Quadratmeter großen Grundstück im „Erdbeerfeld“ zeichnet sich durch die gute Autobahnanbindung und Logistikwege aus. Die angrenzende neue Halle bietet bei zehn Metern Höhe und etwa 2.000 qm Grundfläche rund 1.330 Palettenplätze. Kurze Wege und Transparenz sind die Stichwörter für die logistischen Abläufe, die Hanfwolf dank des Neubaus zentralisiert und optimiert hat. Nach dem Bezug des neuen Logistikzentrums an der Mittelbreede laufen die Planungen für eine weitere angrenzende Lager- und Logistikhalle sowie einen Verwaltungskomplex auf Hochtouren.

Ein moderner dreistöckiger Verwaltungskomplex soll künftig mit rund 950 qm Bürofläche genügend Fläche und Reserven für die kommenden Jahre bieten. Für das expandierende Bielefelder Unternehmen war und ist der Industriehanf – aus dem sich übrigens keine Drogen gewinnen lassen – jedenfalls ein wahrer Glücksgriff. Apropos: Die Verwendung der Fasern ist zwar am häufigsten, aber mittlerweile gibt es sogar Säfte aus der Hanfpflanze und die Nahrungsmittelindustrie entwickelt ständig neue Einsatzgebiete für diese robuste, seit Ewigkeiten genutzte Pflanze.