Institut für Berufliche Bildung AG

Lernen – ein Leben lang

Wo einst fleißig gewaschen wurde, wird heute eifrig gelernt. In der ehemaligen Wäschefabrik Dornbusch wurde das Institut für Berufliche Bildung (IBB) auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten in der Bielefelder Innenstadt fündig. Seit knapp zehn Jahren darf hier nun in historischer Atmosphäre neues Wissen erworben werden, denn das schöne unter Denkmalschutz stehende Gebäude stammt aus dem Jahr 1899. Das IBB ist etwas jünger. Das Institut wurde 1985 in Buxtehude gegründet.

Das Stichwort „Lebenslanges Lernen“ macht seit vielen Jahren die Runde. Geeignete Weiterbildungsangebote sind gefragt. „Dynamische Unternehmensformen erfordern dynamische Mitarbeiter, die stets auch die Weiterbildung und Spezialisierung für ihre bestehenden und zukünftigen Themen und Aufgaben vor Augen haben“, sagt Peter Rutkowski, Arbeitsmarktreferent beim IBB. „Damit bleiben Arbeitnehmer am Puls der Zeit und können erfolgreich am Arbeitsmarkt bestehen. Mit einer Ausbildung oder einem Studium hört das Lernen nicht auf – es beginnt erst richtig!“

Beim IBB wird mit der virtuellen Lernplattform VIONA® gearbeitet. Dadurch ist die Vernetzung mit den weiteren knapp 250 Standorten – inklusive der Partnerstandorte – in ganz Deutschland und eine hohe Vielfalt an Fortbildungen in unterschiedlichen Fachgebieten möglich. Besonders die Weiterbildungsangebote im kaufmännischen Bereich, wie z. B. unterschiedliche SAP-Module, DATEV sowie der Europäische Computerführerschein (ECDL), sind stark gefragt. „Weitere Fachbereiche sind unser medizinisch-pflegerischer Bereich mit unterschiedlichen Modulen für Arztpraxen, die Qualifizierung zur Betreuungskraft nach § 43b oder unser Grafik-Bereich mit unterschiedlichen Adobe-Inhalten“, berichtet Ann-Kristin Dopatka, Koordinatorin am Standort Bielefeld. Auch können im Fachbereich IT Programmiersprachen neu erlernt oder vertieft werden sowie Microsoft MCSA oder Linux-Zertifikate erworben werden. Es gibt außerdem Fachkurse im gewerblich-technischen Kontext wie CAD, SPS und/oder WinCC.

Wichtige Praxisphase

Die beliebtesten Berufe für eine 24-monatige Umschulung sind der Beruf der/des Steuerfachangestellten, Fachinformatiker/-in Systemintegration oder Anwendungsentwicklung sowie der Industriekaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel. „Für unsere Umschüler gehört ein Betriebspraktikum in einem ausbildungsberechtigten Unternehmen von sechs bis zwölf Monaten zur Pflicht während der Umschulung“, so Peter Rutkowski. „Betriebe, die Praktikumsplätze anbieten können, haben die Chance, gut vorgebildete Praktikanten zu beschäftigen, die möglicherweise im Anschluss an die Umschulung übernommen werden können.“

Beim IBB werden Menschen aus verschiedenen Branchen qualifiziert, wie z. B. Kaufleute, Industriearbeiter, Handwerker, Akademiker, IT-Fachkräfte und darüber hinaus auch Ungelernte und Wiedereinsteiger. Bis zu 25 Teilnehmer dürfen in einer Klasse zusammen unterrichtet werden, häufig werden die Gruppen jedoch schon bei 20 Teilnehmenden geteilt, damit eine angenehme und das Lernen erleichternde Atmosphäre entsteht. 

Für den Standort Bielefeld sprach für die Verantwortlichen beim IBB so einiges. „Mit annähernd 336.000 Einwohnern und über 13.500 Unternehmen ist Bielefeld als Stadt und Region ein interessanter Arbeitsmarkt für Handwerk und Industrie. Für unser Bildungsangebot sind gerade namhafte Betriebe wie Böllhoff, Dr. Wolff, Dürkopp Adler, Gestamp, Carolinen, Schüco oder JAB Anstoetz etc. potenzielle Praktikums- oder Arbeitgeber für unsere Teilnehmer in Weiterbildungen und Umschulungen“, so Ann-Kristin Dopatka.

Denn das IBB hilft auch bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Job-Coaches unterstützen die Teilnehmer dabei, Bewerbungsunterlagen übersichtlich und ansprechend zu gestalten und bereiten sie auf die Vorstellungsgespräche vor. Da das IBB nicht nur ein Bildungsziel verfolgt, sondern auch in der Verantwortung steht, Menschen nach ihrer Weiterbildung oder Umschulung in Arbeit zu vermitteln, ist es wichtig, mit dem Arbeitsmarkt direkt verbunden zu sein. Und hier kommen die Arbeitsmarktreferenten ins Spiel, die mit der lokalen und überregionalen Wirtschaft vernetzt sind, Foren und Messen besuchen und Kontakt halten zu potenziellen Praktikums- und Arbeitgebern. „Als DKAB-Partner versprechen wir uns weitere Möglichkeiten, uns mit der lokalen Wirtschaft zu vernetzen, mit Personalentscheidern in Kontakt zu kommen und diese dabei zu unterstützen, vakante Stellen zu besetzen“, so Peter Rutkowski abschließend. 




EN