Das kommt aus Bielefeld | Das Einhorn fürs Rad
Gründer des Monats: Unicorn Bike

Das Einhorn fürs Rad

Unternehmen wie Dürkopp, Hengstenberg & Co. oder Göricke haben den guten Ruf Bielefelder-Qualitätsräder ins ganze Land getragen. Das wohl jüngste Unternehmen in der 200-jährigen Radgeschichte der Stadt hört auf den Namen Unicorn Bike. Das Fabelwesen trägt es stolz im Logo. Jung, kreativ und mutig haben Nadine und Kevin Meger ihre Geschäftsidee rund ums Rad gesponnen: personalisiertes Radzubehör von der Klingel bis zum Sattelschoner.

Das, was mehr oder weniger als Hobby begann, haben die zwei Geschwister ambitioniert ausgebaut. Inzwischen ist Kevin Meger, der zur Gründungszeit mitten im Abi steckte, 21 Jahre alt und studiert an der Fachhochschule seiner Heimatstadt BWL, während seine Schwester inzwischen ihren Master in Amsterdam gemacht hat. Eine Stadt, die mehr Bikes als Einwohner zählt. Schließlich nennt nicht nur jeder Bewohner eins sein Eigen; es gibt auch unzählige Leihräder in der 811.100 Einwohner zählenden Metropole. Für Nadine Meger, heute noch Lebensmittelpunkt und eine inspirierende Umgebung, um für Unicorn Bike weitere kreative Ideen zu entwickeln.

Kaffee am Lenker

Im Sommer soll es einen Kaffeehalter für den „Coffee to ride“ geben. Natürlich ganz der Grundidee verpflichtet, das ganze Rad samt Zubehör im gleichen Look auf die Straße zu schicken. „Wenn wir das cool finden, dann vielleicht auch andere“, so das Geschwisterduo, das mit dem Start seines Unternehmens zufrieden ist. „Wir hatten vor drei Jahren Lust etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und viel über Start-ups gelesen“, erzählen Nadine und Kevin Meger. „Da wir beide unheimlich gern und viel Rad fahren, sind wir relativ schnell aufs Rad gekommen.“ Statt mit personalisierten Fahrrädern in den Markt zu gehen, entschieden sich die Geschwister für personalisiertes Radzubehör. „Das ist weniger kapitalintensiv und mit Klingeln, Sattelbezügen und Co. haben wir unsere Nische gesucht und gefunden“, so Nadine Meger. Der Anspruch an ihre Produkte: Es muss alles perfekt sein. Von der Funktionalität über den Klang der Klingeln bis hin zur Haltbarkeit der Lackierung. „Wir stellen jede Klingel selbst her“, erklärt Kevin Meger und verrät: „Die Rohlinge kommen übrigens aus den Niederlanden, also aus dem Land des Rades in die Stadt des Rades.“ 

Gut aufgestellt

Ihre Produkte selbst überzeugen mit ihrem analogen Auftritt. Die Designs ihrer Fahrradklingeln kommen klassisch, sportlich oder im Retro-Look daher. Und egal, ob Rennrad, Hollandrad oder das alte Fahrrad von Oma oder Opa – für jedes Bike gibt es das entsprechende Klingel-Modell. Jedes mit eigenem Klang und ebenso klangvollen Namen wie White Spring, Vintage Flower, Golden Garden oder Mr. Wood, Basti Bubble und Blue Skyler. „Mit unseren Fahrradklingeln lässt sich jeder Drahtesel in ein wunderbares Einhorn verwandeln“, betont Nadine Meger, die mit Unicorn Bike auch die Botschaft, die kleinen Dinge des Lebens zu genießen und zu schätzen, in die Welt beziehungsweise aufs Rad schicken will.

Dabei beginnt das Einkaufserlebnis direkt auf der Webseite. Der Online-Vertrieb ist für das Duo die Möglichkeit, Studium und Unternehmensgründung miteinander zu vereinbaren. Das Thema Rad-Lifestyle pushen sie über Social Media. Dabei verantwortet jeder der Geschwister „seinen“ Bereich. Die Webseite wird von Nadine Meger, die Produktion und der Vertrieb von Kevin Meger betreut. Und da Unicorn Bike nicht nur Produkte rund ums Rad verkauft, sondern auch das Lebensgefühl, legt das Start-up großen Wert auf das „Wie“. So werden die Radklingeln liebevoll in einem kleinen Beutelchen mit dem prägnanten Firmen-Logo und dem Schriftzug „Have a good day“ für den Kunden verpackt. „Und wenn wir wissen, dass es beispielsweise ein Geburtstagsgeschenk sein soll, liegt unsere Unicorn Bike-Karte mit ‚Happy Birthday‘ bei oder es verbirgt sich eine Lenkerblume im Versandkarton“, erklärt Kevin Meger. Längst finden die Radklingeln aus Bielefeld überall in Europa ein neues Zuhause. Ihre Reise führt sie nach Spanien, Frankreich, Italien oder England. „Als wir das Logo entwickelt haben, haben wir nicht daran gedacht, dass uns weltweit Bestellungen erreichen“, so das Bielefelder Duo.

Mehr über Unicorn-Bike in unserer Start-up-Story




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