Gewerbegebiet Gildemeisterstraße

Raum für Entwicklung

Zaunkönige und Landschaftsgärtner, IT- und Softwarelösungen, Holzpackmittel, Bewegtbilder, Nutzfahrzeuge, Maschinenbau, Reinigungsservice, Produkt-Informationsservice oder Schädlingsbekämpfung, Elektro und Werkzeugspanntechnologie – die Gildemeisterstraße hat sie alle! Und noch viel mehr.

Der Branchenmix im Bielefelder Stadtteil Sennestadt ist schon enorm vielseitig und dürfte anderenorts seinesgleichen erst suchen müssen. Verkehrstechnisch ideal gelegen, bietet das Gewerbegebiet im Bielefelder Süden optimale Bedingungen. Egal ob für global operierende Traditionsunternehmen wie das namensgebende Unternehmen Gildemeister – heute DMG Mori – oder für junge, dynamische Start-ups, wie beispielsweise Image & Emotion.

Planerisch revolutionär

Dabei blickt die Sennestadt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In den 1950er Jahren – Wohnraum war nach dem Krieg knapp – plante Prof. Hans Bernhard Reichow die eigenständige Stadt samt Gewerbeflächen in der Nähe von Bielefeld. Der Architekt und Städteplaner folgte der Philosophie des Organischen Städtebaus. Es ging ihm um die Schaffung einer menschengerechten Stadt – human und ökologisch zugleich. Die Menschen sollten wieder dort leben, wo sie arbeiteten. Zudem sollte die Stadt Raum für Erholung, Bildung und Kultur bieten. Das Projekt stieß bundesweit auf großes öffentliches Interesse. Baubeginn war vor 60 Jahren. 1965 wurde der Sennestadt das Stadtrecht verliehen. Seit der Gebietsreform 1973 gehört sie zu Bielefeld.

Bielefelds neuer Süden

Nach 1973 fanden bis 2005 rund 127.000 qm an der Gildemeisterstraße/Strothbachstraße neue Eigentümer. Zu der Zeit hatte Sennestadt mit 14 Prozent einen überproportional hohen Anteil der Bielefelder Gewerbeflächen – gemessen an der Einwohnerzahl. Und auch heute ist in der Gildemeisterstraße ganz viel in Bewegung. Zu den Traditionsunternehmen gesellen sich neue Firmen – entweder als Standortwechsel, weil mehr Platz benötigt wird – oder als Neugründung. Eine erfolgreiche Gründung brachte vor 40 Jahren der Sennestädter Günther Herbst mit seinem gleichnamigen Elektrobetrieb an den Start. Die ersten drei Jahre befand sich Elektro Herbst am Sennestadt-Ring. Die Firma expandierte schnell und brauchte dringend mehr Platz, den sie am heutigen Standort an der Gildemeisterstraße 145 fand. Und das Westfalen Blatt investierte fast 28 Millionen Euro in ein neues Druckzentrum, das Ende 2013 Am Beckhoff, einer Seitenstraße der Gildemeisterstraße, feierlich Eröffnung feierte. In der Spitze können hier pro Woche mehr als fünf Millionen Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Werbebeilagen dank der Rotation – der Taktgeber des neuen Druckzentrums – gedruckt werden

Tradition & Entwicklung

Vor 40 Jahren verlegte das Unternehmen Gildemeister seinen Betrieb in die Sennestadt. Am Anfang war der Betrieb am Bielefelder Bahnhof zu finden. 1961 kaufte Gildemeister 300.000 qm Industrie-Baugelände an der heutigen Gildemeisterstraße, bis 1977 der endgültige Umzug erfolgte. Seit Juni 2015 unter DMG Mori bekannt, zählt das Bielefelder Unternehmen zu den größten Herstellern von spanenden Werkzeugmaschinen in Deutschland und weltweit zu den führenden Herstellern von CNC-gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen.

Ein weiteres Traditionsunternehmen an der Gildemeisterstraße ist die Berg & Co. GmbH, deren Anfänge auf das Jahr 1918 zurückgehen und die heute anerkannte Partnerin der Werkzeugmaschinenindustrie in der ganzen Welt ist. Automatische Spannsysteme für Werkzeuge und Werkstücke in spanenden und umformenden Werkzeugmaschinen sind das Herzstück im Portfolio des Unternehmens.

Man könnte die Liste der Unternehmen noch ohne Weiteres fortsetzen. Entscheidend für die Unternehmer ist die Qualität, die der Standort Gildemeisterstraße bietet. Und die passt – egal ob für alteingesessene oder für ganz junge Firmen. Das Gewerbegebiet bietet zudem Möglichkeiten der Kooperation, beispielsweise bei der Verkehrsinfrastruktur oder der Abfallentsorgung. So wird aus geballter Kompetenz der einzelnen Unternehmen geballte Effizienz.

Grund genug für die WEGE, die Gewerbegebietsgespräche wieder aufzunehmen: Das Erste findet am 20. Juni bei der Firma Berg & Co. GmbH statt.




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