Der perfekte Rahmen

Leiterrahmen im VW Amarok stammen aus Bielefelder Serienfertigung

In jedem rund zwei Tonnen schweren VW Amarok sind zehn Prozent Bielefeld verbaut: Der sogenannte Leiterrahmen des Pickup-Modells – die 230 Kilogramm Verbindung zwischen Karosserie und Fahrwerk – wurde einst manuell in Argentinien zusammengeschweißt. Seit Ende Februar 2014 fertigt ihn die Gestamp Umformtechnik vollautomatisiert in Brackwede.

Mit dem Umstellungsprozess meisterten die Bielefelder ein Projekt von außergewöhnlicher Dimension: Über 200 Einzelteile wurden überarbeitet, 17 Neuwerkzeuge konstruiert und die Konzeption der 74 Kaufteilwerkzeuge koordiniert. Angesichts der baulichen Ausmaße des Produktes von 4,85 Metern Länge sowie 1,46 Metern  Breite  benötigt die vollautomatisierte Anlage eine Fläche von 3.000 Quadratmetern. 450 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche wurden angebunden. Für die Qualitätskontrolle entstand ein 260 Quadratmeter großer Messraum. Zwölf LKW sind nötig, um VW Nutzfahrzeuge mit dem täglichen Bedarf an Leiterrahmen zu versorgen. 

Seit über 100 Jahren wird im Werk gegenüber des Brackweder Bahnhofs Stahl verarbeitet. 2011 veräußerte der ThyssenKrupp-Konzern den Standort mit inzwischen 205.000 Quadratmetern Werksfläche an die spanische Unternehmensgruppe Gestamp. Heute beschäftigt das Unternehmen an seinem Bielefelder Standort rund 1.450 Mitarbeiter, in einem Schwesterwerk in Ludwigsfelde bei Berlin arbeiten ca. 400 weitere Menschen für den Automobilzulieferer. 

2013 wurde die Gestamp Umformtechnik mit dem ersten Platz des „Bielefelder Integrationspreises“ für ihr langjähriges regionales Ausbildungskonzept ausgezeichnet. In der werkseigenen Ausbildungswerkstatt sind durchschnittlich 90 eigene Lehrlinge sowie zahlreiche Auszubildende von Kooperationsunternehmen aus der Region beschäftigt. 

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