Aquatec

Weltraum an Erde

Es ist eine Erfindung aus der Weltraumforschung, die das Bielefelder Unternehmen Aquatec bundesweit so erfolgreich macht. Entmineralisiertes Wasser heißt das Zauberwort, das in den 1960er Jahren im Auftrag der NASA erforscht wurde.

Durch ein aufwendiges Verfahren wird Leitungswasser durch die Umkehr-Osmosefilterung von Kalk, Salzen und allen anderen Mineralien und Rückständen befreit. „Dieses absolut reine Wasser hat eine enorme Reinigungskraft. Das Wasser wirkt auf die zu reinigende Fläche wie ein Schmutzmagnet“, erklärt Matthias Fritsche, Gründer von Aquatec. „Es löst und bindet vorhandene Schmutzpartikel und spült sie in einem Arbeitsgang ab.“

Etwa 10 x 5 Meter misst die Filteranlage am Standort Bielefeld – die Größe von zwei Garagen. Täglich werden hier 10.000 Liter Wasser gereinigt. „Die Technik selbst ist schon älter, sie wird beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen eingesetzt“, so der gebürtige Bielefelder. „Hier entsteht ein enormer Wasserbedarf, der auf einer solchen Reise gar nicht mitgeführt werden kann. Auf den Schiffen wird Meerwasser zu Trinkwasser aufbereitet.“

Zu Matthias Fritsches Kunden zählen Autohäuser und Fuhrparks von größeren Unternehmen. Hierhin fahren seine Mitarbeiter mit dem entsprechenden Equipment an Bürsten und natürlich entmineralisiertem Wasser. Einsatzmöglichkeiten sind überall denkbar, wo es kein Wasser gibt.

Nichts als reines Wasser

„Manchmal muss man bei den Kunden Überzeugungsarbeit leisten. Sie können nicht glauben dass unser Wasser frei von jeglicher Chemie ist. Für den Fall haben wir immer einen Becher an Bord. Wir nehmen einen tiefen Schluck und dann ist die Sache vom Tisch“, lacht der Unternehmer „Außerdem haben wir natürlich auch noch die Bestätigung vom Umweltamt.“

Matthias Fritsche

Der Tag beginnt für Matthias Fritsche morgens um 7 Uhr. Die Wagen für die Einsätze werden hergerichtet und von den Mitarbeitern übernommen, die jeweils zu zweit im Team arbeiten. Die Tagesplanung ist vom Wetter abhängig. Regnet es, kann nicht gereinigt werden. Deshalb hat der gelernte Kaufmann auch immer die App des Deutschen Wetterdienstes im Blick und festgestellt, dass das Bielefelder Wetter besser ist als sein Ruf: „Bielefeld ist definitiv kein Regenloch“, schmunzelt er.

Etwa 12 Stunden am Tag ist Matthias Fritsche in Sachen Aquatec unterwegs. Führt Gespräche mit Bestandskunden, akquiriert neue Kunden und hat immer ein offenes Ohr für seine Franchise-Partner. Denn mittlerweile gibt es Aquatec auch in Bonn, Dortmund, in der Eifel, Hamburg, Hannover, Köln und Nürnberg. „Ich habe das Unternehmen von Anfang an als Franchise-System angelegt, denn ich kann nicht überall gleichzeitig vor Ort sein, um die Qualität der Arbeit zu kontrollieren. Ein eigenverantwortlicher Partner arbeitet motivierter, davon bin ich überzeugt.“ Werbung für sein Unternehmen musste Matthias Fritsche bisher noch nicht machen. Die Partner kamen über Mund-zu-Mund-Propaganda. „Es ist schon interessant, wie regional unterschiedlich die Kunden-Akquise funktioniert“, berichtet er. „Im Rheinland wird erst mal ausprobiert. In Ostwestfalen muss der Kunde schon vor der ersten Erprobung überzeugt sein, dass es funktioniert. Dabei habe ich gute Karten, denn ich kann ja direkt beim Kunden vor Ort probehalber ein Auto waschen und das Resultat für sich sprechen lassen.“ Das funktioniert auch für die anderen Geschäftsbereiche wie Glas- und Fassadenreinigung. Oder das Säubern von Solaranlagen und die Unkrautbekämpfung im Außenbereich. So kommt eine Erkenntnis aus der Weltraumforschung dem Alltag zugute. Und die Umwelt freut sich über eine chemielose Reinigung.

 

www.aquatec-mobil.de

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