Gründer des Monats: SchWach Composites

Es werde Licht

Er wirft seine Leuchten auch schon einmal quer durch seine Bielefelder Manufaktur. Angst hat er um seine außergewöhnlichen Lichtobjekte, die mit Gold, Silber und Kupfer veredelt sind, allerdings nicht. Schließlich bestehen sie aus Glasfaserkunststoff. Unkaputtbar – bis auf die Leuchtmittel. „Ich teste ihre Belastbarkeit“, erklärt Matthias Schwach, der vor zwei Jahren mit seinem Start-up SchWach Composites in Bielefeld die Segel gesetzt hat.

Seit 2016 ist er mit seiner Manufaktur in Bielefeld zuhause. Viele Jahre war sein beruflicher und privater Stützpunkt in Bremen. Von dort aus reiste er in die ganze Welt, um auf Megayachten hochwertige Materialien in Bauteilen zu verarbeiten. Bielefeld kannte der gebürtige Bremer nur aus dem „Vorbeiflug“. „Die Stadt, die es nicht gibt“, sagt er mit einem Lachen. Seinen Lebensmittelpunkt hat er der Liebe wegen nach Ostwestfalen verlegt. „Eigentlich wollte ich nach Miami, um mich dort mit den Designleuchten selbstständig zu machen“, erzählt der 49-Jährige, der jetzt Bielefeld als Heimathafen hat. Entwurf, Produktion, Akquise, Marketing, Onlineshop – Matthias Schwach ist hier der Mann für alles – und hat die Entwicklung seines Start-ups im Blick. Kümmert sich nicht nur um neue Kollektionen, sondern bespielt die gesamte Klaviatur. Mit viel Leidenschaft für das, was er tut.

Wenn Licht auf Schatten trifft 

Mit Liebe für Details, handwerklichem Können und viel Kreativität fertigt Matthias Schwach hochwertige Lichtobjekte. Das Zusammenspiel von Licht und Materialien begeistert ihn. Zum Einsatz kommen seine exklusiven Leuchten im Objekt- wie im Privatbereich: von Hotels über Theater und Banken bis hin zu Privathäusern oder Yachten. „Ich treibe die handwerkliche Perfektion auf die Spitze, setze auf erstklassige Materialien und exklusives Design“, so Matthias Schwach, der mit SchWach Composites eine Nische besetzt und die Ausstattung hochwertiger Interieurs im Blick hat. Auf die Idee Glasfaserkunststoff für die Herstellung von High-End-Leuchten zu nutzen, kam er bei einer seiner Einsätze auf einer der Luxusyachten. „Dort wurden wiederholt Designleuchten ausgetauscht, da sie rosteten“, erzählt Matthias Schwach. Die Idee, Leuchten aus Glasfaserkunststoff zu produzieren, ließ ihn nicht los. „Im Kopf waren sie schon fertig, sie mussten nur noch gebaut werden“, so Matthias Schwach, der sich an die Arbeit machte. „Sehr zur Freude des Megayachtbesitzers.“

Vom Wasser zum Licht

In der Megayachten-Branche hatte der gelernte Kunststoffformgeber durch seine Expertise und seine Offenheit für Neues nach mehreren beruflichen Stationen Fuß gefasst. „Anfangs habe ich Pools aus Glasfaserkunststoff eingebaut“, erinnert er sich. Später verantwortete er den Einbau von Gangways und Sonnensegeln – dank Kohlefaser waren die Bauteile extrem leicht und witterungsbeständig – auf den Megayachten. „Als Projektleiter bin ich den Biestern 15 Jahre lang hinterher geflogen. Gefragt war handwerkliche Arbeit auf höchstem Niveau“, erzählt der 49-Jährige, der Größen wie Beyoncé oder Lenny Kravitz getroffen hat. Die Begeisterung für das Material begleitet ihn bis heute. „Es ist zehnmal stärker als Stahl und dreimal leichter als Alu, lässt in der Verarbeitung die unterschiedlichsten Formen zu“, schwärmt Matthias Schwach. Beschichtet mit Gold, Silber, Kupfer und anderen hochwertigen Rohstoffen bringen die Lichtobjekte, die er seit zwei Jahren fertigt, eine besondere Atmosphäre in Räume. Groß und trotzdem extrem leicht, braucht es nur einen Nagel, um sie an der Wand zu positionieren. Die Standleuchten, die Matthias Schwach produziert, fußen natürlich auf edlem Sockel. Mal ist er aus Mangroven-Wurzelholz, altem Teak oder Bongossi, dem sogenannten Eisenholz. Ausgestattet mit smarter Technologie – zur Einstellung der Lichtintensität dient neben der Fernbedienung auch eine App – sind sie nicht nur optisch Eyecatcher. Sie zaubern – wie die Wand- und Deckenleuchten auch – aufregende Lichteffekte, verfügen über detailreiche Strukturen und jede Menge Funktionalität.




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