Das kommt aus Bielefeld | Datenschutzverordnung der Europäischen Union.
Das sagt Bielefeld dazu:

Datenschutzverordnung der Europäischen Union.

Seit 2016 ist sie beschlossen, ab dem 25. Mai kommt sie offiziell zur Anwendung: die neue Datenschutzverordnung der EU. Welche Chancen oder Risiken dabei entstehen, dazu haben wir Herrn Heinrich Penner von HLB Stückmann drei Fragen gestellt:

Heinrich Penner, IT Manager bei HLB Stückmann in Bielefeld

Herr Penner, in der letzten Zeit ist ja ein relativ großer Wirbel um die neue Datenschutz­verordnung der EU entstanden. Wie kritisch sehen Sie die Verordnung aus Unternehmenssicht?

Ich sehe das nicht kritisch, sondern eher als Chance für die Unternehmen, die sich bereits an die Verordnung halten. Ich denke, wir profitieren alle davon, dass die Spielregeln ab dem 25. Mai 2018 offiziell für alle gleich sind.

Was erwarten Sie nach dem Ende der Übergangszeit am 25. Mai?

Ich verspreche mir viel davon, dass alle im europäischen Raum die gleichen Spielregeln und Chancen haben. Für internationale Projekte sehe ich einen besonderen Vorteil darin, dass dann nur noch eine Aufsichtsbehörde für alle zuständig ist. Dass sich alle an die gleichen Grundsätze, wie Rechtmäßigkeit und Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung etc., halten müssen, vereinfacht die Zusammenarbeit und bietet Chancen für die Unternehmen. Ich persönlich verspreche mir davon einiges für die Unternehmenszukunft. 

Haben Sie zwei schnelle Tipps, die Unternehmen unbedingt beachten sollten?

Unternehmen sollten sich den konkreten Herausforderungen stellen und nicht in blinden Aktionismus verfallen. Im Vordergrund sollte ein konzeptioneller Gedanke stehen: die Einführung eines Datenschutzmanagementsystems, kurz DSMS, ist nicht nur Pflicht, sondern bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Daten zu vereinheitlichen, zu reduzieren und somit den Überblick zu behalten. Dadurch werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten von Datenschutzverstößen und -pannen minimiert und man kann im Falle eines Eintritts den Schaden begrenzen. Zudem kann man nachweisen, dass man verordnungskonform gearbeitet hat, was sich mindernd auf die Bußgelder auswirken kann.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, dem empfehle ich, ein Informationssicherheitsmanagementsystem, kurz ISMS, einzuführen. Ein solches System regelt die Informationssicherheit im Unternehmen über den Datenschutz hinaus, man kann in der gesamten IT Risiken identifizieren und beherrschbar machen. Denn nur wer seine Risiken kennt, kann gegen sie angehen. Zudem kann man dadurch Kosten minimieren und wird wettbewerbsfähiger, indem man zeigt, dass man sich an die Regeln hält, was die eigene Vertraulichkeit bestärkt. 

Zur Person:

Heinrich Penner, IT Manager bei HLB Stückmann in Bielefeld, hat stets den vollen Überblick über die unternehmensinternen Daten.

Bereits seit 14 Jahren arbeitet er bei HLB Stückmann.  Zuvor absolvierte er eine Ausbildung als klassischer IT-ler. Während seines IT-Studiums an der Fachhochschule OWL kam er als Praktikant zu HLB, was den Grundstein für seinen späteren Karriereweg legte. 

Heute berät er Mandanten im Bereich Risiko und Compliance. Zudem ist er intern als IT-Manager für die klassische IT und die Inhouse-Digitalisierung zuständig.




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