Partner des Monats: HALFAR System GmbH

Arbeitszeit ist Lebenszeit

Glückliche MitarbeiterInnen sind gut fürs Unternehmen. Denn die Zufriedenheit im Job wirkt sich positiv auf die eigene Produktivität und Leistungsbereitschaft aus. Unternehmen, die in Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Infrastruktur, Mitarbeiter-Gesundheit, flexible Arbeitszeitmodelle oder attraktive Infrastruktur investieren, lassen zudem Fachkräfte, die auf der Suche nach einem neuen Job sind, aufhorchen. Eins von ihnen ist das Bielefelder Unternehmen HALFAR. Es wurde gerade für seine „Social Excellence“ ausgezeichnet.

Es braucht viele Säulen, um in punkto Fachkräfte eine stabile Situation zu erreichen. Dabei denkt der Bielefelder Unternehmer Armin Halfar über naheliegende Dinge wie ein konditionelles Umfeld hinaus. „Gerade um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, sollte Arbeit attraktiv gestaltet sein. Natürlich muss auch bei uns gearbeitet werden, aber im weitesten Sinne in einem ‚Wohlfühlumfeld‘. Gerade bei Jüngeren ist ‚Arbeitszeit Lebenszeit‘“, macht der Unternehmer deutlich. Das heißt für die HALFAR System GmbH soziale Komponenten nach innen und außen zu leben, sich im Bereich Nachhaltigkeit ganzheitlich aufzustellen, aber auch ökologische Aspekte in den Unternehmensalltag zu integrieren. So beteiligen sich die Auszubildenden beispielsweise aus eigener Initiative am Wettbewerb „Energie-Scouts“ der IHK-Ostwestfalen. Gerade wurde das Unternehmen bei den internationalen PSI Sustainability Awards 2018 mit dem 1.Platz in der Kategorie „Social Excellence“ ausgezeichnet. Damit werden die Anstrengungen im Bereich Familienfreundlichkeit, Inklusion und Integration gewürdigt.

Dass heute so viele MitarbeiterInnen in Oldentrup arbeiten können, ist auch der WEGE zu verdanken

Armin Halfar

Das Miteinander in dem Bielefelder Familienunternehmen, das Taschen und Rucksäcke als Werbeartikel, Kundenprämien und Merchandisingartikel oder als Spezialtaschen für technische Produkte entwickelt, produziert und vertreibt, spielt auf allen Ebenen eine große Rolle. Es ist bereits seit 2016 – dank Arbeitszeitmodellen und Flexibilität – „ausgezeichnet familienfreundlich“. Gearbeitet wird nach dem Grundsatz, dass sich jeder einbringen kann und über einen, der Aufgabe angemessenen, eigenen Handlungsspielraum verfügt. Um das zu erreichen, bildet das Unternehmen aus und fort und beteiligt seine MitarbeiterInnen an der Umsetzung von unternehmensrelevanten Projekten. Außerdem unterstützt HALFAR Modelle zur Mitarbeitervernetzung, investiert in moderne Kommunikationstechnologien und pflegt eine Kultur der offenen Tür. „Um modernes, auch gruppenübergreifendes Arbeiten zu ermöglichen, investieren wir nicht nur in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern auch in Infrastruktur und Mitarbeiter-Gesundheit. Die positiven Erfahrungen mit unseren bisherigen Angeboten wie dem Jobticket des öffentlichen Nahverkehrs oder dem Jobrad hat uns jetzt bewogen, das Thema Mobilität im Rahmen unseres Umweltmanagementsystems weiter auszubauen“, so Geschäftsführer Armin Halfar. Wir erhoffen uns eine zusätzliche Einsparung von ca. 6t CO2 im Jahr. Mit der geplanten Ladesäule auf dem Betriebsgelände könnten z.B. die E-Bikes einfach während der Arbeitszeit mit Ökostrom geladen werden.“ Ob flexible Arbeitszeitmodelle, vielfältige Mobilitätsangebote oder attraktive Infrastruktur: Die Maßnahmen und Angebote tragen zu einer grundsätzlichen Mitarbeiterzufriedenheit und einer gesunden Mitarbeiterstruktur bei. Heute beschäftigt HALFAR 110 MitarbeiterInnen zwischen 20-66 Jahren. Der Frauenanteil in Führungspositionen beträgt 45 Prozent, davon arbeiten 90 Prozent mit Kindern.

Ich bin dann auf die WEGE zugegangen und habe durch die fast schon väterliche Fürsorge schließlich unseren Standort in Oldentrup gefunden

Armin Halfar

„Dass heute so viele MitarbeiterInnen in Oldentrup arbeiten können, ist auch der WEGE zu verdanken“, sagt Armin Halfar. „Unsere Partnerschaft zur WEGE hat fast schon eine historische Dimension.“ Sie begann vor gut 20 Jahren. Damals war ein Hinterhof in Schildesche Sitz seiner Firma. Das kleine Unternehmen, das dringend expandieren wollte, suchte nach einem neuen Standort. „Ich erinnere mich gut daran, wie ich mit meiner Frau Kathrin und Zeitungen unterm Arm vergeblich auf Grundstückssuche war“, erzählt der heute 50-jährige, der das Unternehmen vor 25 Jahren mit seiner Frau Kathrin Stühmeyer-Halfar gründete. „Ich bin dann auf die WEGE zugegangen und habe durch die fast schon väterliche Fürsorge schließlich unseren Standort in Oldentrup gefunden. Das hat zu einer nachhaltigen Verbindung geführt.“

Nachhaltig ist auch die Verbindung zum Standort Bielefeld. „Ich bin in erster Generation Bielefelder und habe der Stadt viel zu verdanken“, sagt Armin Halfar, der mit der alten Nähmaschine seiner Oma – ebenfalls ein Bielefelder Produkt – erst mit dem Nähen und dann mit der Produktion der Taschen begann. „Es gab durch das in der Stadt vorhandene Cluster der Textilindustrie eine tolle Infrastruktur, von der wir profitiert haben. Wir sehen uns fast schon als Nachfahre aus Bielefelds textiler Blütezeit.“

 

Foto: Behrend und Rausch




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