Gründer des Monats: Raum für Design

Gut in Form

Asphalt, Beton, Stahl oder Holz – mit Neugier und Experimentierfreude designt Marion Körkemeier einzigartige Möbel und gestaltet Räume. Dabei zählt für die Bielefelderin neben den manchmal außergewöhnlichen Materialien vor allem Qualität. „Am wichtigsten ist es mir aber, individuelle Lösungen zu finden, die Kunden begeistern, weil sie ihren Wünschen voll und ganz entsprechen“, betont die Architektin, die sich im letzten Jahr selbstständig gemacht hat. „Raum für Design“ heißt ihre Antwort, wenn es um Möbeldesign und Innenarchitektur geht.

Raum für Design steht für die Gestaltung eines Raumes und den kreativen Gedanken, Design Raum zu lassen. Dabei entwirft Marion Körekmeier für ihre Kunden mal ein ganzheitliches Konzept oder aber ein einzelnes individuelles Möbel. Ob exklusiver Wohnungsbau, Neubau, Umbau oder Sanierung, ob Privatpersonen oder Geschäftskunden – die Unternehmensgründerin macht sich mit viel Feingefühl und einem klaren Blick für das Wesentliche auf die Suche nach Lösungen. Klare Formen mit Raffinesse zeichnen sie aus, wenn es um die Gestaltung von Lebensräumen wie Bäder, Küchen, Flure oder Wohnräume geht.

Kreativ unterwegs

In ihre noch junge Selbstständigkeit fließen 25 Jahre Berufserfahrung ein. Dabei deckt sie eine enorme Bandbreite ab. Schließlich ist Marion Körkemeier Bauzeichnerin, Tischlerin und Architektin. Nach zwei dualen Ausbildungen studierte sie Architektur und Innenarchitektur in Detmold. Damals schon mit dem Schwerpunkt „Gestaltung“. Der kreative Part war es schließlich auch, den sie während ihrer 11-jährigen Tätigkeit für ein namhaftes Bielefelder Architekturbüro, für das sie Großprojekten wie den Bau von Pflegeheimen oder Kindergärten verantwortete, zunehmend vermisste.

Vor vier Jahren stellte sie dann ihr bisheriges Berufsleben auf den Prüfstand und wagte im August 2017 gut vorbereitet den Schritt in die Selbstständigkeit. „Mir war klar, dass ich im Bereich Innenarchitektur und Möbelbereich tätig sein möchte. Das ist meine Leidenschaft. Und klar war auch: In diesem Szenario bin ich selbstständig.“ Erste positive Resonanz erntete sie in Bielefeld, als sie sich im Rahmen des Catwalks der WEGE an dem Pop-up-Schaufenster im Modeatelier von Kirsten Will präsentierte.

Passgenau designt

Nachhaltiges Design, klare Formensprache und ein Faible für außergewöhnliche Materialien zeichnen Marion Körkemeier aus. Sie besitzt ein Auge für die Materialität und designt nach dem Grundsatz „weniger ist mehr“. „Dann haben Material und Form eine Chance zu wirken“, betont die 44-Jährige, die Asymmetrie gern als Gestaltungsmittel nutzt. Entscheidend für die Unternehmerin ist im Bereich Innenarchitektur und Möbeldesign zu erkennen, was zum Kunden passt. „Empathie ist eine meiner Stärken“, so Marion Körkemeier. Mit dem richtigen Blick und Feingefühl realisiert sie individuell gefertigte Betten, mal höhenverstellbar durch den Einsatz von Aluminiumprofilen oder materialreduziert als Steckvariante aus Stahl mit markanten Betonfüßen, oder findet kreative Lösungen für Garderoben. Ihre Variante für große und kleine Gäste ist aus Bambus, punktet mit flexiblen Stecklösungen der „Haken“ und einer lebendigen Oberflächen. Das Spiel mit unterschiedlichen Materialien führt zu ungewöhnlichen Lösungen. So kombiniert sie einen Schrank aus Faserzementplatten mit Schubladen aus Gussasphalt. „Die Herausforderung bestand darin, die heiße Masse formgenau im Stahlrahmen zu verstreichen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Letztendlich ist es aber genau das Unperfekte, das den Charme ausmacht und zur rauen, unebenen Materialität des Gussasphalts passt. Das Detail macht das Design“, so Marion Körkemeier, die neue Blickwinkel eröffnet. Immer dann, wenn individuell gestaltete Möbel und Innenräume – vom Bad über die Küche bis zu Wohn- und Schlafzimmer – gefragt sind.

www.raumfuerdesign.de

 




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