AGFEO to the Future

Kommunikation made in Bielefeld

Zumindest die Älteren unter uns haben mindestens schon ein Gerät von AGFEO gesehen, denn das Bielefelder Unternehmen hat Anfang der 1960er Gebührenzähler für die Deutsche Bundespost produziert – und das millionenfach.

AGFEO – seit kurzem Premiumpartner von „Das kommt aus Bielefeld“ – hat in seiner mehr als 70-jährigen Geschichte immer wieder Pioniergeist bewiesen. Aktuelles Beispiel: der Kurzfilm „AGFEO to the Future“, den die Firma anlässlich der Einführung der neuen Telefonanlage ES 770 IT drehte. Die Idee entstand eigentlich aus einer Schnapslaune heraus. Nach einem langen Messetag traf Niko Timm, Leiter Strategisches Marketing, auf Moderator Sidney Hoffmann (u. a. „Die PS-Profis) und aus der gemeinsamen Begeisterung für den Hollywood-Streifen „Zurück in die Zukunft“ wurde kurzerhand ein Imagefilm der ganz, ganz anderen Art.

Die Rolle des Marty McFly wurde nicht mit Michael J. Fox besetzt, sondern mit AGFEO-Entwicklungsleiter Ralf Weinbrecher, der sich mit der charakteristischen roten Weste auf dem Skateboard auf den Weg zur Arbeit macht. Bei AGFEO angekommen, wird er zum Chef, Michael Boelke, zitiert. Der besondere Clou: Boelke erhielt die Synchronstimme von Bruce Willis: „Wo bleibt die ES 770. Ich will diese modulare IP-Anlage. Regeln Sie das!“ Und natürlich reitet dann Sidney Hoffmann samt dem berühmten Auto DeLorean auf den Hof und rettet Weinbrecher. Auch alle anderen Rollen in dem Kurzfilm wurden von „echten“ AGFEO-Mitarbeitern besetzt. 6:30 Minuten, die einfach Spaß machen. Mittlerweile besitzt AGFEO sogar einen eigenen DeLorean, der als Show-Car eingesetzt wird, aber auch als Dienstfahrzeug von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden darf. „Daran kann man gut ablesen, wie wir hier bei AGFEO ticken. Wir sind authentisch und nehmen uns manchmal eben selbst nicht zu ernst“, schmunzelt Niko Timm. „Es ist schön, dass wir immer auch querdenken dürfen, ohne dabei das Ziel, nämlich die Qualität und Innovationen unserer Produkte aus den Augen zu verlieren.“

AGFEO ist die griffige Abkürzung für: Apparatebau – Gesellschaft für Fernmeldetechnik/Feinmechanik, Elektrotechnik und Optik. Gegründet 1947 in den Nachkriegswirren ohne Kapital, aber mit umso mehr Enthusiasmus und einer Handvoll engagierter Mitarbeiter. Alles westfälische Querdenker, Tüftlernaturen und solide Handwerker, auf die man sich verlassen kann. Und das ist noch heute so. Allein 37 Ingenieure und Programmierer arbeiten in Bielefeld an neuen, bahnbrechenden Entwicklungen. Made in Germany kann man beinahe durch „Made in Bielefeld“ ersetzen. „Immer wieder sind Besucher unserer Firma in Brackwede überrascht, dass wir tatsächlich hier vor Ort unsere Geräte bauen und mit hochmodernen Hightech-Maschinen die Platinen selbst bestücken“, sagt Michael Boelke, Enkel des Firmengründers Hermann Boelke, der gemeinsam mit Michael Born die Geschicke von AGFEO leitet. Neben dem hohen Anspruch an die Qualität der Produkte wird der Service ganz groß geschrieben. In Bielefeld wird eine eigene Hotline betrieben, um die Fragen der Groß- und Fachhändler kompetent zu beantworten. „Um diesen Service leisten zu können, brauchen wir in allen Abteilungen geschultes Personal. Ohne unsere Mitarbeiter könnten wir unseren Anspruch ,einfach perfekt kommunizieren' nicht in dieser Form umsetzen“, sind sich die beiden Geschäftsführer einig.

Vorreiter in Sachen Kommunikation

Wenn die Telekom Ende 2018 die ISDN-Anlagen abschaltet und auf Voice over IP” (VoIP) umschaltet, hat AGFEO einen deutlichen Erfahrungsvorsprung, denn die Bielefelder produzieren bereits seit 2006 hybride Telefonanlagen. Sie sind Vorreiter, auch wenn es z.B. um Sprachsteuerungen oder Klingeln mit Videoblick geht.

Um das auch nach Außen zu tragen, ist AGFEO Partner von „Das kommt aus Bielefeld“. „Wir sind Bielefelder und lokal verbandelt“, betont Geschäftsführer Michael Born, der seit 33 Jahren im Unternehmen ist und dort schon seine Ausbildung absolvierte. Ganz typisch für AGFEO. Die Mitarbeitenden bleiben dem Unternehmen treu. Der Zusammenhalt innerhalb der 140-köpfigen Belegschaft, die sich übrigens in diesem Jahr über einen 1. Platz für die originellste Kostümierung als „(Doc) Brownies“ beim Stadtlauf, dem run & roll day auf dem Ostwestfalendamm, freute, ist gut.





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