1. Mai 2019
BUTTON ME

“Als Start-up muss man einen langen Atem haben…”

Start-ups Story

Unzählige Anwendungen – eine einfache Lösung

Nadja Giebel hatte schon einige Geschäftsideen, die sie aber nicht weiter verfolgt hat – bis button me kam. Nun ist es ein kleiner Knopf – auch Taster genannt –, der seit April 2017 ihre ganze Aufmerksamkeit beansprucht.

„Ich war schon immer technikaffin“, sagt Nadja Giebel. Vielleicht etwas überraschend, denn die Gründerin von button me hat Romanistik, Germanistik und Politik studiert. „Eigentlich wollte ich Journalistin werden, aber mich hat es dann immer in IT-nahe Branchen verschlagen“, lacht die 56-Jährige.

„button me“ ist eine einfache Kommunikationslösung via Internet, bei der eine individuell hinterlegte Nachricht per Tastendruck an einen oder mehrere Empfänger gleichzeitig versendet wird. Der Empfang der Nachricht erfolgt per E-Mail, SMS oder button-me-App. Die Lösung besteht aus der Hardware (Taster) und dem Messaging-Service. Und wenn kein WLAN vorhanden ist, liefert button me einen kleinen Taschenrouter dazu. Die Geräte können entweder monatsweise gemietet oder auch gekauft werden.

Funktioniert privat & gewerblich

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. button me kann im privaten Umfeld genauso wie im gewerblichen Bereich genutzt werden. „Bei uns liegt zum Beispiel ein Knopf in der Küchenschublade“, erzählt Nadja Giebel. „Wenn das Essen fertig ist, drücke ich aufs Knöpfchen und innerhalb von zwei Minuten ist die Familie am Esstisch versammelt.“ Für Speditionen ist die Kommunikationslösung aus Bielefeld auch sehr interessant. Einfach den Taster am Hallentor angebracht, kann der Fahrer durch den Knopfdruck seine Ankunft ankündigen. Oder man installiert den Knopf an einem zu vermietenden Ferienhaus. Kommen die Gäste an, erhält der Verwalter die Nachricht aufs Handy. Am Beispiel von button me kann man sehen, dass die besten Ideen oft ganz einfach sein können. Die Handhabung des Tasters ist denkbar einfach, die Technik, die dahintersteckt eher ausgefeilt. Daran haben Nadja Giebel und ihr Mann mit der Unterstützung eines freiberuflichen Mitarbeiters seit April 2017 gearbeitet.

Sinuskurve des Erfolgs

Den Slogan „Einfach mal machen“ von „Das kommt aus Bielefeld“ kann die Gründerin voll und ganz unterschreiben. „Als Start-up muss man einen langen Atem haben und sich darüber im Klaren sein, dass man letztlich auf sich allein gestellt ist. Auch wenn die WEGE gute Unterstützung geleistet hat und auch einige Gespräche mit der Founders Foundation einige Tipps eingebracht haben, muss man sein Unternehmen selbst vorantreiben. Und man muss auch Geld in die Hand nehmen.“ Gewöhnungsbedürftig waren für die freiberufliche Online-Texterin die starken Schwankungen des Erfolgs. „Die Sinuskurve ist schon extrem. Das hatte ich vorher so nicht erwartet, dass es manchmal einen Schritt vor, dann aber wieder zwei zurückgeht. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass ich schon etwas älter bin. Dann kann man Situationen, wenn etwa der Lieferant der Knöpfe plötzlich Lieferschwierigkeiten hat und wir mehrere Monate darauf warten mussten, mit etwas mehr Gelassenheit begegnen. Zwei Jahre nach der offiziellen Gründung sieht Nadja Giebel button me auf einem guten Weg. Jetzt muss noch der Markt mitspielen. Denn für die Gründungsidee – einfache Nachrichten per Knopfdruck zu verschicken – gibt es unzählige Anwendungsgebiete. Viele Möglichkeiten – und die Lösung aus Bielefeld ist schon da.

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