Das doppelte Häuschen

Das „Haus vom Nikolaus“ steht auf Weihnachtsmärkten in Bielefeld und London

Papier, Stift und die richtige Technik – mehr braucht es nicht, um das „Haus vom Nikolaus“ zu produzieren. Eine Ausführung, die weit mehr zu bieten hat als die Strichzeichnung, steht auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt: Dort hat der Mann im roten Anzug mit einem Feuerzangenbowlenausschank, einer Grillstube und einem Kaminzimmer ein Zuhause mit vielen Annehmlichkeiten. Außerdem hat diese beliebte Standkombination der Familie Schneider seit einiger Zeit ein internationales Double. 

Als „House of St. Nicholas“ sorgt das Budenensemble in baugleicher Ausführung neben der Bielefelder Altstadt auch im „Winter Wonderland“ im Londoner Hyde Park für Weihnachtsstimmung. Und das kam so: 2007 mischte sich ein Veranstalter des Londoner Marktes unter die Besucher in Bielefeld. Er war landauf, landab auf der Suche nach dem typisch deutschen Weihnachtsmarktgefühl. Beim Haus mit Dachschindeln, dampfenden Getränken aus dem Tontopf und Buchenholz befeuerten Grill wurde er schließlich fündig. 

Betrieben werden beide Stände von der Familie Schneider, deren Wurzeln im Schaustellergewerbe bis ins 17. Jahrhundert reichen. Mit Eigeninitiative und Handarbeit haben sie die Häuser im Tiroler Stil mit Unterstützung eines Budenbauers aus Kiel hergestellt. Besonderes Kennzeichen des „Haus vom Nikolaus“ ist der Holzboden, der in der kalten Jahreszeit vor eisigen Füßen schützt. Verladen auf sechs Sattelschlepper ging das „House of St. Nicholas“ 2008 erstmals auf Reisen in die britische Metropole. 

Dort werden ebenfalls die deutschen Spezialitäten angeboten – stilecht ohne Untertitel. Einzig und allein der sprechende Elchkopf, der die Buden in Bielefeld und London ziert, sorgt für einen kleinen Unterschied: Der Vertreter dieser Spezies im „Winter Wonderland“ röhrt ausschließlich auf Englisch. 

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