1. August 2022
Von Messe bis Marktplatz

Digitale Serviceleistungen für den Handel

Partner Stories

Wie bei vielen anderen Unternehmen hat die Corona-Pandemie auch die digitale Transformation des Servicedienstleisters EK vorangetrieben. „Wir wollten unseren Händler*innen in der Pandemie helfen, ihr Geschäft am Laufen zu halten“, erklärt Bedia Kurt, Managerin Messen, die Umstellung der Messen auf ein digitales Format. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Trotz Pandemie ist keine einzige ausgefallen. Gleichzeitig bietet die EK ihren Handelspartner*innen für das B2C-Geschäft mit compravo.de einen digitalen Marktplatz. „Der stationäre Einzelhandel profitiert von dem zusätzlichen Absatzkanal“, stellt Dennis Wittenberg, Teamleitung Shops & Marktplätze, fest.


Jedes Jahr veranstaltet die EK für ihre Handelspartner*innen drei Messen. Eine im Januar, im April und im September. „In der Regel bereiten wir diese ein halbes Jahr im Vorfeld vor“, so Bedia Kurt. Für die erste digitale Messe blieb der europäischen Mehrbranchen-Verbundgruppe, die rund 4.200 selbstständige Einzelhandelsunternehmen aus den Branchen Living, Elektro, Spielwaren, Baby, Mode, Wohnen, Heimwerken, Sport und Bücher unterstützt, pandemiebedingt allerdings nur drei Monate Zeit. Inzwischen hat der Einkaufsverbund zwei rein digitale und vier hybride Messen realisiert. „Das hybride Format werden wir auch weiterhin beibehalten“, betont Bedia Kurt. Aus Sicht der EK gibt es für beide Formate gute Gründe. Produkte wieder live zu sehen, anzufassen und den direkten Austausch der Handelspartner*innen zu unterstützen, sind Vorteile der physischen Messen. „Wir merken zurzeit, dass viele gern bereit sind, unsere Messen live zu besuchen“, stellt Bedia Kurt mit Blick auf die Teilnehmerzahlen fest.

Wir wollen den Handel bewusst regional stützen, arbeiten eng mit der Industrie zusammen und bringen Kampagnen für verschiedene Warengruppen an den Start.

Dennis Wittenberg

Rund 1.500 sind es, die die Messen regelmäßig besuchen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass es nicht jede/r Handelspartner*in schafft, eine oder beide Messen im Jahr vor Ort zu besuchen. Diese Partnerinnen profitieren vom hybriden Messemodell. Und diese Händlerinnen möchte die EK erreichen. „Zurzeit arbeiten wir daran, wie wir die digitalen Messen für 2023/24 weiterentwickeln“, unterstreicht Bedia Kurt. Dabei beschäftigt sich die EK vor allem mit der Frage, was für den Handel am besten ist. So ist statt eines hybriden Modells auch eine nachgelagerte digitale Lösung denkbar oder auch die Live-Übertragung von Vorträgen. „Daran zu arbeiten, ist der nächste Step. Hier liegt noch viel Potenzial“, betont Bedia Kurt. Bereits gut angenommen wurden die digitalen Lieferantentage. „Hier konnte jeder Lieferant jenseits seines Standardsortiments Neuheiten vorstellen und unsere Handelspartner*innen konnten im Anschluss ordern oder Muster bestellen“, so Bedia Kurt. „Natürlich auch über digitale Portale.“

Der Anspruch der EK, die Handelspartner*innen mit Serviceleistungen auf den Weg in die digitale Transformation zu begleiten und zu unterstützen, spiegelt auch der Marktplatz compravo. Vor zweieinhalb Jahren ist der digitale Marktplatz – ein Tool für das B2C-Business der Handelspartner*innen – an den Start gegangen. Schließlich steht der stationäre Einzelhandel angesichts von Internet-Riesen wie Amazon und Co., die sich immer größere Marktanteile sichern, vor enormen Herausforderungen. „Der Online-Marktplatz compravo.de ist eine gute Ergänzung zum stationären Geschäft. Wir erleichtern damit den Einstieg in den E-Commerce und bieten Leistungen an, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen“, macht Dennis Wittenberg deutlich. Dabei ist die Spanne – abhängig davon wie digital der/die jeweilige Partner*in aufgestellt ist – weit. So geht es bei einigen Händler*innen zunächst darum, die Sichtbarkeit auf Google zu erhöhen und mit Öffnungszeiten und Kontaktdaten vertreten zu sein, bei anderen geht es bis zum E-Commerce. „Compravo fungiert für den Einstieg zum Beispiel als Online-Schaufenster für die stationäre Ware der Händler*innen“, erklärt Dennis Wittenberg. Die EK legt die Artikeldaten für die unterschiedlichsten Sortimente an und stellt sie bereit. Compravo lässt sich aber auch in die Webseite des jeweiligen Händlers integrieren und mit dessen Warenwirtschaftssystem verknüpfen. Für alle, die keine direkte Anbindung an eine Warenwirtschaft haben, dient ein Orderportal als Schnittstelle. „Die Händler*innen übermitteln ihren Preis, ihren Bestand und das bilden wir ab. Und natürlich werden die Bestände täglich mehrfach automatisiert aktualisiert, um Überverkäufe auszuschließen“, erläutert Dennis Wittenberg den Ablauf.

Auch das Thema Zahlungsdienstleister hat die EK ihren Händler*innen abgenommen, um den Einstieg in den Online-Handel zu erleichtern und Flexibilität zu ermöglichen. Und selbst Kampagnen müssen die Händler*innen nicht auf die Beine stellen. Denn in den einzelnen Marktsegmenten versorgt die EK ihre Mitglieder mit Marketingmaterialien zu bestimmten Themen. Ebenso wenig müssen sie sich mit Suchmaschinen-Marketing beschäftigen. Auch das übernimmt die Verbundgruppe, die mit dem Konzept „Starker Fachhandel. Von Herzen gern.“ der Leidenschaft des Fachhandels ein Gesicht gibt. Dazu gehört der #fachhändlerfreitag. Auf dieser Plattform haben Händler*innen die Möglichkeit, die Begeisterung für ihre Produkte und das Miteinander innerhalb ihres Hauses zu präsentieren. Jeden Freitag läuft der Talk auf der Facebook- und Instagram-Präsenz von „Starker Fachhandel“. Click and Meet oder POS-Aktionen gehören ebenfalls zum Portfolio von „Starker Fachhandel. Von Herzen gern.“ Wie auch der Online-Marktplatz compravo.de.

„Wir wollen den Handel bewusst regional stützen, arbeiten eng mit der Industrie zusammen und bringen Kampagnen für verschiedene Warengruppen an den Start. Mit compravo konnten wir bereits viele Erfahrungen in den Händlerteams aufbauen und haben eine steile Lernkurve hingelegt“, sagt Dennis Wittenberg. „Unser Ziel ist es, durch die B2B- und die B2C-Aktivitäten der EK, Frequenz für die Handelspartner*innen zu generieren. Jede/r Partner*in soll sich durch unsere digitalen Dienstleistungen aufs Kerngeschäft, das Verkaufen, konzentrieren können.“

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