7. Februar 2020
Filmkultur aus Bielefeld

Im Auftrag der Stiftung Tri-Ergon Filmwerk restauriert Tri-ergon filmisches Kulturerbe

Unternehmensnews

Filmkultur aus Bielefeld?! Aber sicher! Es waren gute Zeiten für Filmschaffende, als es noch die Vergnügungssteuer gab. Diese mussten Kinobetreiber für jeden Film bezahlen, den sie zeigten. Es sei denn, sie präsentierten im Vorprogramm einen prädikatisierten Kulturfilm. Diese Filme waren meist 10 bis 20 Minuten lang und liefen als Beiprogramm vor jedem Hauptfilm, falls der kein Prädikat hatte. So bekamen die Zuschauer oft ein wenig Kultur dazu, nicht selten mit lokalem Bezug. Der Steuervorteil führte dazu, dass sich eine blühende Kulturfilmindustrie etablierte, auch in Bielefeld.

Der Stiftung Tri-Ergon Filmwerk gehören einige dieser prädikatisierten Beifilme, unter ihnen auch ein Film über die wirtschaftliche Entwicklungsgeschichte Bielefelds vom Beginn bis in die 1950er-Jahre. „An einem Faden“ zeigt, wie die Stadt gewachsen ist und wie sich die einzelnen Wirtschaftszweige entwickelten. Also, was war zuerst da: Die Spinnerei oder die Weberei?

Allerdings drohten diese Kulturfilme im Stiftungsbesitz zu zerfallen. Durch eine Finanzierung der Filmförderungs-Anstalt in Berlin (FFA) in Höhe von rund 100.000 Euro wurde es möglich, dieses filmische Erbe durch Digitalisierung zu sichern. Dafür wurden die Schätze zunächst von einem professionellen Partner in Berlin vom Filmmaterial in digitale Filmdateien gewandelt. Dazu wird Spezialequipment und geschultes Personal benötigt. Doch das ist nur die halbe Arbeit. Zurück in Bielefeld galt es, dem Material den notwendigen Feinschliff zu geben. Die digitale Aufbereitung mit Spezialsoftware sorgt für hochqualitative Bilder und verbesserten Ton.

Hier kommt die tri-ergon film- und werbeagentur mit ihrer mehr als 30-jährigen Erfahrung ins Spiel! Als ganzheitlicher Dienstleister hilft sie der Stiftung mit ihrem Know-How und der technischen Ausstattung bei der digitalen Retusche.
In liebevoller Kleinstarbeit korrigierten die Mitarbeiter und Geschäftsführer Michael Wiegert-Wegener Bild für Bild alle Schönheitsmakel der historischen Aufnahmen und erhalten sie so für die Nachwelt. Die Filme kommen ins Bundesarchiv und werden öffentlich zugänglich sein.

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