1. August 2019
Biofidus AG

Lösungen für bioanalytische Projekte

Start-ups Story

Reagenzröhrchen von A nach B kippen, das war einmal. „Eine halbe Stunde Laborarbeit, vier Stunden am Rechner. Das ist völlig normal“, sagt Dr. Benjamin Müller. Der praktische Aufwand in der Auftragsanalytik ist für das Bielefelder Start-up Biofidus deutlich geringer als die Rechnerarbeit im Anschluss. Mit einem vielfältigen Angebot komplexer bioanalytischer Methoden unterstützt das 2015 gegründete Bioanalytikunternehmen die pharmazeutische Industrie bei der Entwicklung und Herstellung biopharmazeutischer Medikamente.

Benjamin Müller

Die Expertise des jungen Bielefelder Unternehmens in der Auftragsanalytik ist gefragt. Im Bereich der Biotherapeutika machen proteinbasierte Medikamente einen Großteil aus. „Epo ist wohl das bekannteste Beispiel“, stellt Benjamin Müller fest. „Doch im Wesentlichen kommen hochwertige proteinbasierte Medikamente zum Beispiel im onkologischen als auch im rheumatologischen Bereich zum Einsatz.“

Aussichtsreiche Ausgangslage

Ein Markt, der gute Aussichten verspricht. „Ohne, dass wir ein neues Produkt erfinden. Es geht vielmehr um Expertise, die bringt unser Gründungsteam, das in den vielen Methoden der Zellkulturtechnik erfahren ist, mit“, so der 36-Jährige, der neben Dr. Heino Büntemeyer, der im wissenschaftlichen Vorstand sitzt, Geschäftsführer der Biofidus AG ist. Sein Schwerpunkt: die Proteinanalytik. Nach dem Bachelor – Benjamin Müller studierte Molekulare Biotechnologie – folgten der Master und die Promotion an der Uni Bielefeld. Nach einigen Jahren in der Wirtschaft, dort sammelte er als Applikationsspezialist und Teamleiter in der Auftragsanalytik Erfahrungen, entwickelte sich die Gründungsidee. Beflügelt durch ein gutes Netzwerk aus der Zeit seiner Promotion. „Wir konnten auf unser Wissen zurückgreifen und hatten die Möglichkeit im Umfeld der Uni die Gründung voranzutreiben“, so Benjamin Müller. Dabei konzentriert sich das junge Unternehmen schwerpunktmäßig auf die Proteinanalytik, die Spent-Media-Analytik sowie die Polymeranalytik. Und bietet seine analytische Unterstützung sowohl für den Produktionsprozess als auch für das Produkt selbst an und entwickelt zudem im Kundenauftrag neue Methoden.

Neue berufliche Felder

„Das, was wir im Studium nicht gelernt haben, ist natürlich der gesamte kaufmännische Bereich“, stellt Benjamin Müller fest, der zwischen Analytik und Geschäftsführung hin und her wechselt. Für ihn ein interessantes, aber eben auch neues Metier, in das er hineinwachsen musste. „Gerade das Liquiditätsmanagement ist für ein schnell wachsendes, junges Unternehmen anspruchsvoll“, betont er. Mittlerweile beschäftigt das auf Wachstumskurs befindliche Jungunternehmen zwischen 10 und 15 Mitarbeitende. Für den Herbst 2019 ist der Umzug von der Uni Bielefeld ins Innovationszentrum an der Morgenbreede geplant. „Man muss sehr vorausschauend planen und arbeiten. Dort können wir uns jetzt endlich vergrößern – sowohl mit Büros als auch Laboren“, freut sich Benjamin Müller.

Die Komplexität der Aufgaben macht das Arbeiten für ihn spannend. Um bekannt und sichtbar zu werden, ist Biofidus deshalb auf vielen Fachkonferenzen präsent. „Nach wie vor geht vieles über persönliche Kontakte“, so Benjamin Müller. „Man muss einfach mit Firmen sprechen und sich vorstellen, denn unser Produkt ist nicht einzigartig. Die Analysen müssen von der wissenschaftlichen Community akzeptiert sein. Das ist im Detail nicht ohne.“ Biofidus arbeitet serviceorientiert und setzt auf eine ausführliche Beratung. „Zeit und Qualität sind wichtige Parameter, an denen unser Unternehmen gemessen wird. Das ist aus unserer Sicht nachhaltig“, betont Benjamin Müller, der immer ein nächstes Ziel in den Fokus nimmt.

Nachhaltig und arbeitnehmerfreundlich

Er arbeitet daran, ein nachhaltiges Unternehmen mit arbeitnehmerfreundlicher Kultur aufzubauen. „Und natürlich wollen wir es schaffen, auch so wahrgenommen zu werden“, formuliert der Geschäftsführer seine Ziele. Verbunden mit dem Wunsch aus der stark wachsenden Phase in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Er möchte sich mit Fragen beschäftigen, die morgen für das Unternehmen wichtig sind. „Dafür hat man nur Zeit, wenn man nicht Feuerwehr spielt. Denn die wirklich wichtigen Entscheidungen sind die, die nicht dringend sind“, so Benjamin Müller, der in dem abwechslungsreichen Aufgabengebiet aufgeht.

www.biofidus.de

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