18. Mai 2020

Wildblumen für Altenheim-Bewohner

BUZ: Kerstin Gunesch (2.v.l.) leitet die Hospizarbeit des Johanneswerks in Bielefeld. Zusammen mit den ehrenamtlichen Kollegen hat sie Wildblumensträuße gebunden und an das Marienstift übergeben. Foto: Johanneswerk

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Die Corona-Pandemie hat auch die Hospizarbeit des Ev. Johanneswerks in Bielefeld weitestgehend lahm gelegt. Besuche und Begleitungen durch ehrenamtliche Mitarbeiter waren längere Zeit nur noch in Ausnahmefällen möglich. Viele Bewohnerinnen und Bewohner durften in den letzten Wochen auch von ihren Angehörigen keinen Besuch mehr empfangen. Diese Situation möchte die Hospizarbeit des Werks nun erträglicher machen und hat für das Marienstift gut 30 Wildblumensträuße gebunden und verteilt.

‚Warum nicht die Natur ins Haus bringen?‘ haben sich die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizarbeit des Johanneswerks in Bielefeld gedacht und in den vergangen Tagen Wildblumen gepflückt und sie zu kleinen, handlichen Blumensträußen gebunden. Um die 30 Sträuße wurden dann gestern für die Bewohnerinnen und Bewohner des Marienstifts an Silke Petersen vom begleitenden Dienste des Hauses überreicht. Zudem hatte eine ehrenamtliche Mitarbeiterin viele bunte Kraniche aus Papier gefaltet und mitgebracht.

„Wir möchten, dass die Menschen, die das Haus nun schon seit längerem nicht mehr verlassen können, ein Stück Natur ins Zimmer bringen“, sagt Kerstin Gunesch, die die Hospizarbeit in Bielefeld leitet und die Blumenstrauß-Aktion organisiert hat. In den kommenden zwei Wochen sollen dann auch die anderen Bielefelder Einrichtungen des diakonischen Trägers mit selbstgepflückten und gebundenen Wildblumensträußen beliefert werden.

Sozialer Kontakt durch Briefe

Auch der Thematik der fehlenden sozialen Kontakte hat sich die Bielefelder Hospizarbeit angenommen und vermittelt unter den Ehrenamtlichen und Bewohnern Briefkontakte. „Menschen sind soziale Wesen und auf das Miteinander angewiesen. Viele ältere Menschen haben oftmals einen guten Bezug zu Postkarten und das möchten wir nutzen“, so Gunesch.

Die Ehrenamtlichen schreiben in regelmäßigen Abständen Postkarten oder Briefe an einen Bewohner oder eine Bewohnerin. Falls diese nicht mehr selbst antworten können, erfolgt die Rückantwort durch die Mitarbeitenden der Einrichtung oder die hauptamtlichen Kolleginnen der Hospizarbeit. Dadurch soll für beide Seiten ein anregender Austausch entstehen.

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