20. September 2018
6. DKAB-Partnerfrühstück

Vom Arbeitgebermarkt zum Arbeitnehmermarkt

DKAB Unternehmensnews

Beim 6. DKAB-Partnertreffen zum Frühstück im Brackweder Hof diskutierten 29 VertreterInnen aus unseren Partnerunternehmen die Frage, wie sie mit dem zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte und junge Talente umgehen.

Tobias Busche, Busche Institut für Arbeitgeberpositionierung, empfiehlt als Leiter Employer Branding den Unternehmen zu analysieren, wer sie als Arbeitgeber sind, wo sie stehen und womit sie sich positionieren wollen. Dann kann eine gezielte Optimierung des Arbeitgeberimages folgen. Eine gerade durchgeführte Studie des Instituts beschäftigt sich mit der Generation Z, den zukünftigen Auszubildenden. Die Befragung von mehr als 500 Jugendlichen aus OWL im Alter von 14-17 Jahren zeigt, dass die angenommene Bevorzugung von Ballungsräumen längst nicht so ausgeprägt ist wie gedacht und die Jugendlichen ein hohes Sicherheitsbedürfnis bezüglich der Berufswahl haben.  Er rät den Unternehmen, in der Region als attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber sichtbar zu sein.

Ulrich Schäfer ist als Regionalleiter u.a. verantwortlich für die beiden Bielefelder Standorte des Familienunternehmens Piening Personal, das zu den 12 größten Personaldienstleistern Deutschlands gehört. In einem heterogenen Beschäftigten-Umfeld zählt seiner Einschätzung nach am Ende nur eines – Authentizität. Denn was für den einen Bewerber als attraktiv gilt, spricht einen anderen Bewerber nicht zwingend an. Zu sich selbst zu stehen, ehrlich zu kommunizieren und seine Versprechen zu halten, wird positiver bewertet als Schönfärberei und vermeidet Enttäuschungen. Durch eine zielgruppengerechte Bewerberansprache und ein Arbeitsumfeld, das passend gestaltet ist, wird die passende Bewerbergruppe fast automatisch erreicht.

Lasse Rheingans, Geschäftsführer von Rheingans Digital Enabler, übernahm vor einem Jahr das Team einer Digitalagentur und führte bei gleichem Gehalt und Urlaubsansprüchen den 5-Stunden-Tag ein, solange das Arbeitspensum erreicht wird. Er ist sich sicher, dass nur wer zufrieden ist, dessen Leben sich in Balance befindet, optimal arbeiten kann. Der 5-Stunden-Tag bedingt zwar eine Arbeitsverdichtung, die aber durch konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung aufgefangen wird. Die so gewonnene Freizeit nutzen die Mitarbeitenden für Familie, Weiterbildung und neue Freizeitaktivitäten.

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